“TURNING POINT, der Titel fliegt mir zu – in Lingueglietta, einem bezaubernden Bergdorf über Lorenzo al Mare. Ich sitze in der Sonne und höre meine ersten Mixe, schaue auf das Meer und lasse die letzten Jahre Revue passieren. Der Tod meiner Mutter hat mich verändert, unsere wunderbare Tochter wird erwachsen, unser Sohn befindet sich im Stimmbruch und ich mich im Aufbruch, am Wendepunkt meines Lebens.“ Mit diesen Worten beginnt Caro Josée auf ihrer website carojosee.com zu beschreiben, was das vorliegende Album ausmacht.
Eine Musik die berührt einen im tiefsten Inneren.
Nach den international gefeierten Gruppenalben “Aurora” (2009) und “Seven Seas” (2011) überrascht der israelische Kontrabassist Avishai Cohen jetzt mit der sehr intimen Duo-Arbeit “Duende”. Gemeinsam mit seinem Landsmann Nitai Hershkovits am Klavier interpretiert er hier in einfühlsamer kammermusikalischer Manier drei Jazzstandards, darunter “Criss Cross” von Thelonious Monk. Dazu kommen drei ältere Stücke aus der Feder von Cohen selbst, die eine verdichtete, aufs Wesentliche reduzierte Umgestaltung erfahren. Zuguterletzt haben die beiden für ihre erste Studiobegegnung auch noch mehrere neue Kompositionen gemeinsam verfasst, in denen sie so vertraut harmonieren, als hätten sie ihr Leben lang zusammen gespielt.
Für viele Jazz-Fans der Nachkriegsjahre war der Niedergang der großen Jazzorchester ein Trauma. Zum einen, weil sich der Jazz damit für immer von einer führenden Rolle in Musik und Gesellschaft - heute nennt man das Pop - in eine Nische rutschte; aber auch, weil die Gründe des Bigband-Sterbens weniger künstlerische, sondern rein kommerzielle waren. Dass orchestrale Konzepte keineswegs ausgereizt sind, bewiesen durch die Jahrzehnte hinweg Bands, die sich - befördert vom einen oder anderen kleinen Bigband-Revival – gegen diesen Trend stemmten: In Amerika zum Beispiel die Bigbands von Mel Lewis/ Thad Jones, Clayton/Hamilton, Maria Schneider oder von Bob Brookmeyer, in Europa unter anderem die verbliebenen Ensembles der deutschen Rundfunksender, das französische Orchestre National de Jazz und natürlich das über lange Zeit wegweisende Vienna Art Orchestra, welches aber in 2010 leider eingestellt wurde.
„Rüdiger Baldauf’s Album „Own Style“ ist einer jener seltenen und erfreulichen Fälle, bei denen sich Jazzer und Nichtjazzer einig sind: Coole Musik, toll gespielt, hochklassig produziert, Gesamtwertung: very sexy!“ Mit der CD/DVD „trumpet night - live“ braucht es nur wenige Takte, um sich in die dichte Atmosphäre eines „Baldauf-Konzertsaales“ zu begeben. Die CD/DVD Aufnahmen, entstanden im Sommer 2011 bei einem Konzert im „Alten Pfandhaus Köln“, und lassen hautnah miterleben, wie Rüdiger Baldauf und seine hochkarätigen Gäste Ack van Rooyen, Joo Kraus und Andy Haderer mit ihren Klängen die Luft vibrieren lassen. Was die Crème de la Crème der Blechbläserriege und ihre Rhythmusgruppe hier auf die Bühne bringt, lässt neidvoll wünschen, man wäre dabei gewesen...!
Franco Ambrosetti spielt seit 1961 Trompete und ist seit 1980 ENJA-Künstler, er zählt zu den profiliertesten Jazzmusikern Europas. Angefangen mit dem 1. Preis für Trompete 1966 bei der Vienna International Jazz Competition (damals unter der Leitung von Friedrich Gulda), hat Ambrosetti über die Jahre in verschiedenen Ländern eine hübsche Sammlung von Auszeichnungen zusammengetragen, u. a. für „Bestes Album des Jahres“, „Bester europäischer Musiker“ oder „Bester Festival-Auftritt“, „Bester Jazz Musiker in Italien“, „Chevalier de l’ Académie Francaise“.
Mit „HomeTone“ legt einer der besten aber bescheidensten Saxofonisten hierzulande, Tony Lakatos, sein insgesamt fünftes Album unter eigenem Namen bei SKIP vor. Dabei umfasst sein Werk auf dem Label neben der Aufarbeitung eigener Wurzeln (SKP 9062 „Gypsy Colours“) vor allem immer wieder die Beschäftigung mit den Quellen des amerikanischen Jazz.
Genau dreizehn Jahre sind vergangen, seit Hellmut Hattler und Joo Kraus zum letzten Mal als Tab Two auf der Bühne standen. Begonnen hatte die Erfolgsgeschichte 1986, als der stilprägende E-Bassist mit Krautrock-Vergangenheit (Kraan) auf den studierten Jazz-Trompeter traf. Lediglich ausgestattet mit Drum-Computer und Synthesizer, scherten sich die beiden Live-Garanten (mit mehr als 700 weltweit absolvierten Gigs) von Beginn an weder um Genregrenzen und noch um mögliche Crossoverfallen, sondern experimentierten stattdessen voller freigeistiger Nonchalance im Grenzbereich zwischen Rock, Pop, Funk, Jazz, Trip- und Hip-Hop. So waren ihre gleichsam intelligenten wie beseelt groovenden Kompositionen stets von raffiniert funkelnden Melodiebögen und unangreifbaren Soli durchzogen, seit ihrem Debüt (1991) gingen sieben weitere, höchst erfolgreiche Alben auf das gemeinsame Kreativkonto. Danach war erstmal Schluss mit Tab Two. Bis jetzt!
Für die meisten Musiker sind Veränderungen ein Wagnis. Für die norwegische Sängerin Randi Tytingvåg hingegen gehören sie schlicht zum Leben dazu. Und so suchte Tytingvåg am Ende einer ausgedehnten Europa-Tournee Kontakt zu neuen Musikern, spielte eine Rolle in einem um die Stücke ihrer Vorgängeralben „Red“ und „Let it go“ aufgebauten Theaterstück und lenkte das mit Ivar Grydeland (Gitarre, Banjo), Jo Berger Myhre (Bass, Baritone Guitar) und Pål Hausken (Schlagzeug, Percussion) eingespielte „Grounding“ in eine neue Richtung. Auf dem Album präsentiert sie sich nun als eine stilistisch reduzierte Künstlerin, die sich nur noch ihren Intentionen als Singer / Songwriterin verpflichtet fühlt. Weniger dem Jazz und Chanson als viel mehr der britisch-nordischen Spielart der Popmusik zugewandt, entfacht sie in ihren elf neuen Songs ein Feuerwerk großer Gefühle, starker Emotionen und erkenntnisreicher Statements zur Gestaltung der eigenen Existenz.
"Within A Song" zelebriert den Entdeckergeist des Jazz der 60er Jahre. John Abercrombie zollt hier mit seinem Quartett jenen Musikern Tribut, die ihn früh beeinflusst haben, namentlich Miles Davis John Coltrane, Bill Evans, Ornette Coleman, Sonny Rollins und Jim Hall. "Das war Musik, die wirklich zu mir sprach. Als ich sie hörte, war es, als hätte ich ein neues Zuhause gefunden."
Wer glaubt, dass der Jazz zwangsläufig ein Nischendasein fristen müsse und nur für kleine Kellerlokale bestimmt sei, der wurde in der ersten Februarwoche 2012 bei den ACT Jubilee Konzerten eines Besseren belehrt. Anlässlich des 20jährigen Geburtstags des Münchener Labels machte der Jazz Station in den ehrwürdigen Konzerthallen des Landes. Rund 4.500 Menschen folgten seinen Ruf und erlebten während vier Konzertnächten begeistert, wie der Jazz aus seinem eigenen Schatten sprang. Ein neunköpfiges ACT-All-Star-Ensemble legte in der Philharmonie Berlin (KMS), Muffathalle München, Tonhalle Düsseldorf und Laeiszhalle Hamburg eine „Weltklasse Session“ aufs Parkett, in der das „Beste vom Jazz“ zu hören war (BUNTE).
Curtis Stigers in Mainz
Curtis Stigers (voc, sax), Matthew Fries (p), Cliff Schmitt (b), Keith Hall (dr)
Was haben die beiden Songwriter-Legenden Bob Dylan und Richard Thompson mit den Rhythm’n’Blues-Pionieren Eddie Floyd und Clyde Otis sowie modernen Pop-Stars wie Neil Finn von Crowded House und Jeff Tweedy von Wilco gemein?
Curtis Stigers in Darmstadt
Curtis Stigers (voc, sax), Matthew Fries (p), Cliff Schmitt (b), Keith Hall (dr)
Was haben die beiden Songwriter-Legenden Bob Dylan und Richard Thompson mit den Rhythm’n’Blues-Pionieren Eddie Floyd und Clyde Otis sowie modernen Pop-Stars wie Neil Finn von Crowded House und Jeff Tweedy von Wilco gemein?
Nils Wülker & Arne Jansen - Duo in Agathenburg
In 2012 werden Nils Wülker und Arne Jansen gemeinsam auf Tour sein, um ihr neues Duo-Projekt vorzustellen. Erstmals haben die Musiker im Mai 2010 einen Abend lang im Duo gespielt, im Rahmen von Wülkers ›Residency‹ auf Schloss Elmau.
Pablo Held piano
Robert Landfermann bass
Jonas Burgwinkel drums